Let’s Do It! Eine Bewegung, die die Gesellschaft auf den Plan ruft.
Eestlased Eestis 11 Jan 2012  EWR
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Let’s Do It! Eine Bewegung, die die Gesellschaft auf den Plan ruft.
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Die Bürgerbewegung Let’s Do It!: Bürgergemeinschaften und Privatunternehmen müssen zu einem lebenswichtigen Teil der Lösung werden, wenn wir eine echte Wende zur Nachhaltigkeit machen wollen.
Pressemeldung 10.01.2012

Die Bürgerbewegung Let’s Do It!, die zum diesjährigen World Cleanup Day 2012 mehr als 80 Länder zusammenbringt, aktiviert ein globales Netzwerk von zivilgesellschaftlichen Akteuren, Wissenschaftlern und Experten, um die effizientesten und nachhaltigsten Lösungen zum Umgang mit Abfall zusammenzutragen, die von Gemeinschaften und Unternehmen weltweit angewendet werden können.

„Obwohl die Kapazitäten und die Leistungsfähigkeit von Müllverbrennungs- und Recyclinganlagen weiterwachsen, können sie mit der ständig wachsenden Müllproduktionsrate nicht Schritt halten“, so wird in dem Gutachten zu Müll und Recycling, erstellt durch Alexander Iscenco, den Koordinator des Forschungsprojekts zum Abfallmanagement an der Universität Kopenhagen, festgestellt. „Demzufolge werden maximal 11% der Gesamtabfallmenge recycelt, während der Rest ganz bestimmt in legalen und illegalen Deponien endet, die Luft, Wasser, Boden, Flora und Fauna verseuchen, und uns dazu gesundheitliche Probleme verursachen“, so die Schlussfolgerung des Forschungsberichtes.

Die Graswurzelbewegung Let’s Do It! (LDI), die die zivilgesellschaftlichen Gruppen vor Ort aktiviert und vernetzt, um dieses Jahr Reinigungsaktionen in mehr als 80 Ländern zu organisieren, hat angefangen, an einem Paket systemischer Lösungen zu arbeiten, um die ineffizienten Abfallmanagementsysteme weltweit in Angriff zu nehmen. „Die Beseitigung des Abfalls und die Sensibilisierung der Bürger vor Ort sind der erste und wichtigste Schritt, aber das ist auf jeden Fall noch nicht genug“, sagt Rainer Nõlvak, einer der Gründer der Bewegung. Seiner Meinung nach sind die aktuellen weltweiten Anstrengungen zu ineffizient und zu langsam: „Die Vereinten Nationen sind bislang die Plattform für die Auseinandersetzung mit dem globalen Abfallproblem gewesen. Nach 20 Jahren, nach all den Klimaverhandlungen, produzieren wir global 38% mehr CO2 als 1990. Darüber, wie viele Billionen von Tonnen Müll bzw. Abfall wir jedes Jahr produzieren, liegen uns überhaupt keine verlässlichen Statistiken vor. Trotz all der Anstrengungen stecken wir so richtig in der Patsche. Viele Regierungen scheinen unfähig zu sein, die Sache wirklich in Bewegung zu bringen.“

Die Anführer der Bürgerbewegung suchen nun nach Ansätzen, die in der Lage wären, Bildung, die Förderung eines Problembewusstseins, effizientere und nachhaltigere Abfallmanagement-Modelle für Gemeinden, sowie Nachhaltigkeit in Produktion und Design in einer vereinten globalen Bottom-Up-Bewegung zu integrieren. „Wir müssen auch überprüfen, wie wir unsere aktuellen Handlungsstrategien ändern können, um nachhaltige Lösungen zu unterstützen, indem sie auch wirtschaftlich nachhaltig gemacht werden“, sagt Nõlvak. Viele Lösungen, so sagt er, existieren bereits. „Der einzige Weg, wie wir die Sache wirklich in Bewegung bringen und eine Verbesserung erzielen können, ist, indem wir die Leute dazu bringen, sich zu engagieren, und im direkten Kontakt mit Bürgergemeinschaft und Privatunternehmen attraktive Lösungen erarbeiten.“

Ein Beispiel ist eine Initiative namens Let’s Do It! Delhi, die in Indiens Hauptstadt aktiv ist. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung entwickelte sie eine neuartige Lösung, um die Korruption im Abfallmanagementsystem von Neu Delhi in Angriff zu nehmen. BürgerInnen und die Gemeinschaft vor Ort werden direkt eingebunden, indem sie wilde Müllkippen über Social Media-Plattformen melden. Anita Bhargava, eine Frau, die hinter der Bewegung steht, glaubt: „Grünes Wachstum kann durch globale Impulse angeregt werden, aber auch durch jeden einzelnen Menschen und jeden Betrieb in Indien, die ihre großen oder kleinen Beiträge leisten können.“

Dieses Jahr lädt LDI zur Organisation von landes- und stadtweiten Reinigungsaktionen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden ein. Zum jetzigen Zeitpunkt haben Freiwillige Organisatoren in über 80 Ländern diese Herausforderung angenommen.

Die Vorbereitungen zum World Cleanup 2012 in allen Ländern und Städten beginnen mit dem Registrieren illegaler Müllkippen über Globale Müllkarten-Applikationen im Netz, gefolgt von massiven Kampagnen, mit denen große Anzahlen von Freiwilligen zur gemeinsamen Müllbeseitigung an einem bestimmten Aktionstag mobilisiert werden sollen.

Vom 13.-15. Januar 2012 veranstaltet LDIW in Tallinn (Estland) eine Konferenz zur Eröffnung des Projekts World Cleanup 2012. Teamleiter aus 46 Ländern werden ihre Ideen und Erfahrungen mit der Organisation stadt- oder landesweiter Reinigungs-Aktionstage austauschen, und damit allen Organisatoren der diesjährigen Reinigungsaktionen, die ab dem 24. März anlaufen werden, eine breite Wissensbasis zur Verfügung stellen.

Die Let’s Do It! World Cleanup 2012-Konferenz findet im Radisson Blu Olympia Hotel in Tallinn, Estland statt, und wird unterstützt von The Rezidor Hotel Group, Carlson und EAS (Enterprise Estonia).

Pressemitarbeiter, die an der Konferenz teilnehmen und über sie berichten möchten, können sich gern an wenden.

World Cleanup 2012 ist eine gemeinschaftliche Freiwilligenaktion, angeführt von der Graswurzelbewegung Let’s Do It! Ziel der Bewegung ist die Vernetzung von lokalen Aktivisten, die fähig und willens sind, die Bürgergemeinschaft und die Gesellschaft dafür zu gewinnen, dringliche Probleme durch direkte Aktionen und gemeinschaftliche Zusammenarbeit zu lösen.

Mehr Information zur Aktion, und darüber, wie sie unterstützt werden kann:
www.letsdoitworld.org

Kontakt:World Cleanup 2012 Mrs. Tiina UrmCommunications & PRGSM: +372 5300 0515e-mail: Lokale Kontakt:
 
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